Lebenslauf Tabellarisch

Geboren am 21. August 1969 in Stuttgart, katholisch. Seit Januar 2001 in einer festen Beziehung mit Rolf Michael Pfander (Verpartnerung 2013, kirchliche Segnung 2015).

Ausbildung und Beruf
08/76 - 07/80Reisachschule Stuttgart-Weilimdorf
08/80 - 05/89Solitude-Gymnasium Stuttgart-Weilimdorf
01/90 - 03/91Zivildienst im Diakonischen Werk Württemberg
10/91 - 01/98Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen und Leiden/Niederlande
04/94 - 09/97Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung (Sprecher 07/95 bis 07/96)
06/95 - 06/96Tätigkeit beim Europäischen Parlament als Assistent der bildungspolitischen Sprecherin, Doris Pack MdEP
02/98 - 09/00Wiss. Mitarbeiter bei Prof. Dr. George Turner, Hohenheim
04/98 - 07/01Doktorarbeit bei Prof. Dr. Thomas Oppermann, Tübingen
10/00 - 10/02Referendariat in Stuttgart und London
10/00 - 09/02Referendar in der Anwaltssozietät CMS Hasche Sigle
Seit 11/02Rechtsanwalt (seit 09/07: Anwaltssozietät Blaich & Partner)
Politische Funktionen
03/01 - 10/09Fraktionssprecher Bezirksbeirat Stuttgart-Sillenbuch
04/03 - 10/10Vorsitzender der CDU Sillenbuch Heumaden Riedenberg
11/05 - 05/10Zweitkandidat im Landtags-Wahlkreis Stuttgart I (Innenstadt)
11/06 - 10/08Mitglied im CDU-Kreisvorstand als Justitiar und Mitgliederbeauftragter
10/08 - 05/11Stellv. Kreisvorsitzender der CDU Stuttgart
Seit 05/11Kreisvorsitzender der CDU Stuttgart
Seit 10/09Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Stuttgart I (Süd) (direkt gewählt 2009, 2013 und 2017)
Seit 03/14Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages
Stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss
Ehrenamt

Vorsitzender des Vorstands der Freunde und Förderer des Stuttgarter Oratorienchores e.V.
Vorsitzender des Kuratoriums des Stuttgarter Barockorchesters Il Gusto Barocco e.V.
Mitglied des Kuratoriums des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart e.V.
Mitglied des Kuratoriums der Theodor Heuss Stiftung
Mitglied des Kuratoriums der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Studentenwerks e.V.
Mitglied des Kuratoriums des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung Stuttgart
Mitglied des Parlamentarischen Beirats des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen e.V.
Mitglied des Beirats von Jugend gegen AIDS e.V.
Vorsitzender des Landesfachausschusses Medien- und Medienpolitik der CDU Baden-Württemberg
Mitglied des Bundesfachausschusses Bildung, Forschung und Innovation der CDU Deutschlands
Mitglied der Bundesfachkommission Wachstum und Innovation des Wirtschaftsrats der CDU e.V.

Lebenslauf in erzählten Stationen

Als jüngster von drei Söhnen wurde ich 1969 in Stuttgart geboren. Mein Vater war Prokurist in einer Stuttgarter Baufirma, meine Mutter gelernte Stenokontoristin, später Hausfrau. Meine Kindheit und Schulzeit habe ich in Stuttgart-Weilimdorf verbracht. Mein Vater verstarb an Krebs als ich 12 Jahre alt war. Schon in der Schule habe ich Verantwortung für andere übernommen. Dabei ging es mir vor allem darum, ein gutes Miteinander zu organisieren - z.B. durch den Aufbau von Patenschaften von älteren für jüngere Schüler an meinem Gymnasium .

Nach dem Abitur absolvierte ich bis zum Beginn meines Zivildienstes im Diakonischen Werk Württemberg zwei Praktika im Bankenbereich. Zahlungsverkehr und Wertpapierhandel waren für einige Monate mein Metier.

Mein Aufgabenbereich während des Zivildienstes umfasste zwar in erster Linie die organisatorische Betreuung von Lehrgängen für Zivildienstleistende. Ich hatte allerdings immer wieder Gelegenheit, Einblick in die Arbeit der Zivis in den Pflegeeinrichtungen vor Ort zu gewinnen und von Zeit zu Zeit auch selber mitzuarbeiten. Eine beeindruckende Erfahrung. Bis heute bin ich der Diakonie im Rahmen der Beratung bei Stiftungsgründungen verbunden.

Nach dem Zivildienst habe ich mein Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen begonnen. Die Nähe des Studiums zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen war mir wichtig. Nach einigen Semestern wurde ich als Stipendiat in die Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung aufgenommen und wurde kurz darauf Sprecher der Tübinger Stipendiatengruppe.

Im Rahmen der sog. praktischen Studienzeit absolvierte ich dann eine Station im Europäischen Parlament in Brüssel - im Büro der bildungspolitischen Sprecherin der EVP-Fraktion, Doris Pack. Hieraus entwickelte sich eine Assistenztätigkeit während der Sitzungswochen des Europäischen Parlamentes in Straßburg. So pendelte ich 15 Monate lang eine Woche pro Monat ins Elsass, um Frau Pack bei der Pressearbeit zu unterstützen, Besuchergruppen zu betreuen oder Reden vorzubereiten.

Da ich zudem Gefallen am internationalen Recht gefunden hatte, bewarb ich mich für ein Auslandssemester an der Universität Leiden in den Niederlanden.

Nach dem ersten Staatsexamen zog es mich zurück in meine Heimatstadt Stuttgart. Zwar behielt ich meinen Doktorvater in Tübingen - Prof. Dr. Thomas Oppermann; mein Geld zur Finanzierung der Promotion verdiente ich jedoch am Lehrstuhl von Prof. Dr. George Turner, der lange Jahre nicht nur Präsident der Universität Hohenheim war, sondern auch Präsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz und später dann Wissenschaftssenator in Berlin. Meine Aufgabe bestand in erster Linie in der Erstellung hochschulpolitischer Publikationen. Daneben war ich als Korrekturassistent in die Durchführung von Lehrveranstaltungen am Institut für Rechtswissenschaft eingebunden. Noch während meiner Berufstätigkeit war ich lange als Tutor am Institut aktiv; der Kontakt zur Uni und den jungen Studierenden hatte mir einfach immer noch Spaß gemacht.

Parallel zur Tätigkeit am Lehrstuhl entstand meine Doktorarbeit an der Schnittstelle von europäischem Bildungsrecht und Völkerrecht. Die Wahl dieses Themas war ebenso wenig Zufall wie die hochschulpolitisch geprägte Tätigkeit bei Professor Turner. Bereits während meines Studiums in Tübingen gründete ich nicht nur ein kleines Kammerorchester, sondern auch einen Verein: das Forum für Hochschul- und Bildungspolitik e.V. Ziel dieses Vereins war die Erarbeitung eines bildungspolitischen Gesamtkonzeptes. Ein solches fehlt im übrigen bis heute. Das Thema ist also nach wie vor aktuell.

Der zweieinhalbjährigen Promotionsphase an der Universität Hohenheim schloss sich das Referendariat am Landgericht Stuttgart an. Interessant in dieser Zeit war vor allem die Tätigkeit in der Kanzlei CMS Hasche Sigle. Dort hatte ich erstmals Berührungspunkte zum Handels- und Gesellschaftsrecht, also der Beratung von Unternehmen beispielsweise bei der Errichtung neuer Firmen. Spannend war aber vor allem meine Mitarbeit im kartellrechtlichen Referat von Dr. Harald Kahlenberg, der zu dieser Zeit u.a. den Leichtathletikweltverband im Dopingverfahren gegen Olympiasieger Dieter Baumann vertreten hat. Zudem nutzte ich die Zeit für einen weiteren Auslandsaufenthalt in London, wo ich vier Monate lang in einer Partnerkanzlei von CMS mit Fragen der europäischen Finanzaufsicht befasst war - ein Thema, das heute aktueller ist denn je.

Da die Arbeit in einer Großkanzlei jedoch auch einige Nachteile mit sich bringt, entschied ich mich nach dem Zweiten Staatsexamen für die Tätigkeit bei Löffler Wenzel Sedelmeier, einer kleineren Sozietät, die auf die Bereiche Presserecht und gewerblicher Rechtsschutz, also alle Themen rund um Wettbewerbsverletzungen und den Marken- und Patentschutz, spezialisiert ist. Über einen Zwischenschritt als Angestellter bei der Kanzlei Dr. Strobel & Partner kam ich dann schließlich im Herbst 2007 als selbständiger Rechtsanwalt zur Kanzlei Blaich & Partner, wo ich ein gesellschafts- und handelsrechtlich geprägtes Referat übernahm. Ich beriet also vor allem Unternehmen bei der Auseinandersetzung mit ihren Gesellschaftern oder der Geltendmachung von Forderungen.

Bereits fünf Monate nach Aufnahme meiner selbstständigen Tätigkeit verstarb für uns alle völlig überraschend und viel zu früh unser Wahlkreis-Abgeordneter, Pfarrer Jo Krummacher. Die Frage nach einer Kandidatur für den Bundestagswahlkreis Stuttgart-Süd wurde aktuell und entsprechende Bitten wurden an mich herangetragen. Letztlich gab es nur ein kurzes Zögern: zu groß war der Reiz, in Berlin Politik für Stuttgart und die Menschen zu gestalten.

Nach einem parteiinternen Auswahlverfahren wurde ich am 27. Juni 2008 vom Parteitag der Stuttgarter CDU mit deutlicher Mehrheit vor den beiden Kontrahenten zum Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Stuttgart-Süd nominiert.

Wenn es die Zeit erlaubt, reise ich sehr gerne - vor allem kurze Städtetouren haben es mir angetan. Als die Zeit noch längere Reisen erlaubt hat, bin ich mit Freunden für jeweils vier Wochen durch die USA, Indien und Südamerika getourt.

Darüber hinaus interessiere ich mich für klassische Musik und Oper, ebenso für Ballett und Theater. Zum Orgelspiel, das ich im Alter von 10 Jahren begonnen habe, komme ich leider nur noch selten. Und das, obwohl ich früher in der Schule sogar Konzerte gespielt und lange Jahre Orgel- und Keyboardunterricht gegeben habe.

Auch sonst hat die Musik immer eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt. So sang ich viele Jahre im Solitude-Chor und leitete in Tübingen eine Zeit lang ein kleines Kammerorchester. Deshalb habe ich auch gerne 2005 den Vorsitz des Fördervereins des Stuttgarter Oratorienchors übernommen. Seit Sommer 2013 leite ich zudem das Kuratorium des Stuttgarter Barockensembles Il Gusto Barocco.

Seit dem 27. September 2009 darf ich die Bürgerinnen und Bürger unserer Landeshauptstadt als direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Stuttgart-Süd im Deutschen Bundestag vertreten.

Die finanzielle Ausstattung eines Abgeordneten

Abgeordnete werden nicht wie Arbeitnehmer oder Beamte bezahlt, sondern sind Inhaber eines öffentlichen Amtes. Dieses Amt sollte jeder unabhängig von seiner individuellen Lebenssituation ausüben können; das meist als Hauptberuf wahrgenommene Amt des Parlamentariers muss also finanziell so ausgestattet sein, dass es für alle offen steht: sowohl für bisher abhängig Beschäftigte als auch für Selbständige oder Freiberufler.

Das Grundgesetz bestimmt, dass Abgeordnete einen Anspruch auf eine angemessene und ihre Unabhängigkeit sichernde Entschädigung haben. Diese sog. Abgeordnetenentschädigung beträgt derzeit 9.541,74 Euro monatlich und ist zu versteuern. Sonderzahlungen wie ein 13. Monatsgehalt, Weihnachts- oder Urlaubsgeld gibt es nicht.

Kostenpauschale
Neben dem persönlichen Einkommen erhalten Bundestagsabgeordnete eine steuerfreie Kostenpauschale. Sie soll die durch die Ausübung des Mandats entstehenden Aufwendungen abdecken. Dazu gehören insbesondere die Kosten für das Wahlkreisbüro, die Zweitwohnung in Berlin, Fahrtkosten im Wahlkreis, Porto, Informationsmaterial und Veranstaltungen. Höhere Aufwendungen werden jedoch nicht erstattet und können auch nicht steuerlich abgesetzt werden, denn es gibt für den Abgeordneten keine "Werbungskosten". Die Pauschale wird jährlich zum 1. Januar an die Lebenshaltungskosten angepasst und beträgt derzeit 4.318,38 Euro monatlich.

Reisekosten
Wenn ein Abgeordneter eine Dienstreise unternimmt, trägt der Bundestag die Kosten - nicht anders als ein Arbeitgeber, der seine Mitarbeiter auf Geschäftsreise schickt. Fahrten in Ausübung des Mandats - z. B. im Wahlkreis - muss der Abgeordnete hingegen selbst aus der Kostenpauschale bezahlen. Eine Ausnahme gilt für Fahrten mit der Deutschen Bahn AG. Hier stellt der Bundestag eine Netzkarte (1. Klasse) zur Verfügung. Benutzt ein Abgeordneter im Inland für Mandatszwecke ein Flugzeug oder den Schlafwagen, so werden ihm solche Kosten nur gegen Nachweis im Einzelfall erstattet.

Mitarbeiter
Kein Abgeordneter kommt ohne die Hilfe qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Hierfür stehen ihm monatlich rund 19.913 Euro (Arbeitnehmerbrutto) zur Verfügung.  Diese Summe erhält der Abgeordnete allerdings nicht selbst. Vielmehr bezahlt die Bundestagsverwaltung daraus die von den Abgeordneten eingestellten Mitarbeiter unmittelbar. Mitarbeiter, die mit dem Abgeordneten verwandt, verheiratet oder verschwägert sind, können nicht als Mitarbeiter eingestellt werden.

Altersversorgung
Die Höhe des Anspruches richtet sich nach der Dauer der Parlamentszugehörigkeit. Nach dem ersten Jahr sind es 2,5 Prozent der Abgeordnetenentschädigung. Dieser Anteil steigt mit jedem weiteren Jahr der Mitgliedschaft um 2,5 Prozent an. Bei 27 Jahren und mehr sind es 67,5 Prozent. Die Altersentschädigung ist voll zu versteuern. Andere Bezüge aus öffentlichen Kassen wie auch die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden auf die Altersentschädigung angerechnet. Ferner haben Abgeordnete keinen Anspruch auf die staatlich geförderte "Riester-Rente".

Nebentätigkeiten
Neben meinem Mandat praktiziere ich in geringem Umfang weiterhin als Rechtsanwalt in Stuttgart. Eine gewissenhafte Ausübung des Mandats lässt eine umfangreiche Nebentätigkeit nicht zu. Allerdings verschafft die Beibehaltung des bisher ausgeübten Berufs eine gewisse Unabhängigkeit von der Politik. Die Höhe der Einkünfte aus der Nebentätigkeit sind veröffentlichungspflichtig; sie werden im Abgeordnetenhandbuch bekannt gemacht.

Mein Wahlkreis

Als Abgeordneter für den Wahlkreis 258 Stuttgart I ("Stuttgart-Süd") vertrete ich rund 284.000 Einwohner und ca. 180.000 Stimmberechtigte. Mein Wahlkreis umfasst…

Spenden

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